{"id":1125,"date":"2019-11-06T21:59:15","date_gmt":"2019-11-06T20:59:15","guid":{"rendered":"https:\/\/h2843537.stratoserver.net\/?p=1125"},"modified":"2023-05-31T22:00:20","modified_gmt":"2023-05-31T20:00:20","slug":"klimaforscherin-bei-hadamarer-gruenen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gruene-hadamar-dornburg.de\/index.php\/2019\/11\/06\/klimaforscherin-bei-hadamarer-gruenen\/","title":{"rendered":"Klimaforscherin bei Hadamarer GR\u00dcNEN"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:27% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"165\" height=\"220\" src=\"https:\/\/h2843537.stratoserver.net\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/1573033319.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1126 size-full\"\/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>(Foto: Stefanie Meilinger)<\/p>\n\n\n\n<p>Einen Gast von hoher Qualit\u00e4t begr\u00fc\u00dften Christoph Speier im Namen der B\u00dcNDNISGR\u00dcNEN am 05.11.2019 im Hadamarer Rathauscafe.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Klimawandel ist in aller Munde.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p>Wer jedoch hat schon einmal die Gelegenheit einer echten Kapazit\u00e4t auf diesem Gebiet zu begegnen? Und dann seine Fragen zu stellen?<\/p>\n\n\n\n<p>Prof. Dr. Stefanie Meilinger lehrt und forscht an der Hochschule Bonn\/Rhein\/Sieg.<\/p>\n\n\n\n<p>Dort ist sie Professorin f\u00fcr Nachhaltigkeit und regenerative Energiesysteme.<\/p>\n\n\n\n<p>In ihrer Einleitung befragte die Fachfrau das Publikum, wer denn eine gewisse Affinit\u00e4t zu Technik und Physik habe?<\/p>\n\n\n\n<p>Und wer schon einmal wirklich den Bericht des Weltklimarates (IPCC) gelesen habe?<\/p>\n\n\n\n<p>Nur wenige H\u00e4nde wurden gehoben.<\/p>\n\n\n\n<p>Und da waren die Beteiligten mitten im Thema. Ganz Deutschland diskutiert mit. Die einen engagieren sich z.B. bei Fridays For Future und die anderen leugnen jede Beteiligung des Menschen am Klimawandel.<\/p>\n\n\n\n<p>Je mehr sich der einzelne Mensch mit dem Thema befasst, desto eindeutiger f\u00e4llt das Urteil zum vom Menschen gemachten Klimawandel aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Politiker*innen wie Donald Trump oder Beatrix v. Storch (AFD) sind maximal oberfl\u00e4chlich informiert, wollen aber die Richtlinien der Politik und damit das Schicksal des Planten ma\u00dfgeblich beeinflussen.<\/p>\n\n\n\n<p>Prof. Meilingers Anliegen ist es aufzukl\u00e4ren. Klar zu machen wovon gesprochen wird. Und deutlich zu machen, welcher Anteil des Wandels nat\u00fcrlich ist und welcher vom Menschen gemacht ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst unterschied sie die Begriffe \u201eWetter\u201c und \u201eKlima\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Beim Klima handelt es sich um den mittleren Zustand der Atmosph\u00e4re ab einem Zeitraum von 30, 100, 1000 oder mehr Jahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Alles unter 30 Jahren ist dann eher ein Wetterph\u00e4nomen.<\/p>\n\n\n\n<p>Gemessen werden Parameter, wie Luftdruck, Wind, Niederschlag und Temperatur.<\/p>\n\n\n\n<p>Regional sind durchaus unterschiedliche Entwicklungen m\u00f6glich. Am Ende ist jedoch die globale Entwicklung \u00fcber einen Mindestzeitraum von 30 Jahren der Ma\u00dfstab.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Mensch f\u00fchrt seit ca. 150 Jahren eigenst\u00e4ndig, bem\u00fcht um Vergleichbarkeit weltweit Messungen durch.<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Informationen erhalten die Klimaforscher durch Zeitzeugen, die in zur\u00fcckliegenden Jahrhunderten schriftliche Aufzeichnungen zu Vegetation vorgenommen haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Eisbohrungen in der Tiefe lassen R\u00fcckschl\u00fcsse auf das Klima bis auf 400.000 Jahre vor unserer Zeit zu. Selbst hier kann die CO2 Konzentration ermittelt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Abweichungen von den Mittelwerten werden als Klimaanormalien bezeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p>Auff\u00e4llig ist, dass seit 1976 alle globalen Mittelwerttemperaturen \u00fcber dem Jahrhundertdurchschnitt des letzten Jahrhunderts liegen.<\/p>\n\n\n\n<p>In den letzten 10 Jahren, gab es die 9 w\u00e4rmsten Jahre \u00fcberhaupt.<\/p>\n\n\n\n<p>Folgen sind z.B. das Abschmelzen von Gletschern und Polen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Wasserfl\u00e4che vergr\u00f6\u00dfert sich, nicht nur durch die Eisschmelze, sondern durch den Anstieg der Wassertemperatur. Das Wasser dehnt sich somit aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Und mehr Wasser bedeutet, dass noch mehr Hitze auf der Erde absorbiert wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Die W\u00e4rme der Meere ver\u00e4ndert die Meeresstr\u00f6mungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese wiederum bringen das Wetter aus dem Gleichgewicht.<\/p>\n\n\n\n<p>In den letzten Jahren konnte ein massiver Eisr\u00fcckgang beobachtet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig nimmt auf dem Land der Wassermangel zu.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie der Landkreis Limburg Weilburg vermeldete befand sich die Region in 2018 bereits kurz vor einem Wassermangel.<\/p>\n\n\n\n<p>Fl\u00fcsse und Seen f\u00fchren immer weniger Wasser.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn die Gletscher abgeschmolzen sind, dann gibt es keinen Nachschub mehr. Gr\u00f6\u00dfere Regionen, wie z.B. der Raum Stuttgart, ziehen das Wasser aus dem Rhein und dem Bodensee.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch das Schmelzen des sog. \u201eEwigen Eises\u201c werden Permafrostb\u00f6den freigelegt. Ein zweites Treibhausgas, das Methan entweicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Methan hat einen 24-25x h\u00f6heren Treibhauseffekt als CO2.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt durchsaus Naturereignisse, die einen Einfluss auf das Weltklima haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Dazu geh\u00f6ren eine sich alle 11 Jahre ver\u00e4ndernder Sonnenzyklus, Vulkanausbr\u00fcche, Meeresstr\u00f6mungen wie \u201eEl Nino\u201c und die Erdrotation.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese haben jedoch nur einen m\u00e4\u00dfigen Einfluss auf das Erdklima.<\/p>\n\n\n\n<p>Wirft man einen Blick auf die Temperaturunterschiede von heute zur zur\u00fcckliegenden Eiszeit, dann kann einem der Schrecken in die Glieder fahren.<\/p>\n\n\n\n<p>In der letzten Eiszeit, war das Weltklima nur 4 Grad k\u00e4lter als jetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese 4 Grad haben dazu gef\u00fchrt, dass ein Eispanzer bis weit nach Italien hinein lag. Unwirtliche Bedingungen, in denen nur wenig menschliches Leben m\u00f6glich war.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute reden wir davon, dass in diesem Jahrhundert der Temperaturanstieg nicht \u00fcber 1,5 Grad ausfallen soll.<\/p>\n\n\n\n<p>Wermutstropfen: \u201eIm Jahr 2019 ist die Temperatur bereits weltweit um 1,3 Grad gestiegen. Und es sind noch 80 Jahre bis zur Jahrhundertwende!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn der Mensch die hausgemachten Emissionen von Treibhausgasen, wie CO2 (Hauptursache: Verbrennen fossiler Brennstoffe) und Methan (Hauptursache: Tierzucht), die aus jeder Skala brechen nicht in den Griff bekommt oder begrenzt, dann wird die Temperatur am  dieses Jahrhunderts um bis zu 8,5 Grad gestiegen sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Erinnerung: \u201e 4 Grad weniger f\u00fchren zu einer Eiszeit.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Information: \u201eDie n\u00e4chste rhythmische Eiszeit kann uns erst in ca. 100.000 Jahren helfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die nat\u00fcrlichen Klimaver\u00e4nderungen sind nicht das Problem.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist der Mensch, seit der industriellen Revolution, der das System zum Kippen bringt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Anstieg der Treibhausgase l\u00e4sst die Teilchendichte in der Atmosph\u00e4re ansteigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Deshalb wird mehr Licht der Sonne absorbiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Temperatur steigt immer mehr an.<\/p>\n\n\n\n<p>Je nach Reduktion der Treibhausgase durch den Menschen sind unterschiedliche Klimaszenarien errechenbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Eines scheint aus Sicht von Prof. Meilinger aber unvermeidlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Es muss alles versucht werden um das Steuer herumzurei\u00dfen. Alles!<\/p>\n\n\n\n<p>Aus ihrer Sicht wird es nicht zu vermeiden sein, dass die Menschheit versuchen muss CO2 und Methan einzufangen und dies unter der Erde einzuschlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die GR\u00dcNEN werden sich mit aller Kraft daf\u00fcr einsetzen, das Hadamar zur \u201eKlima Kommune Hessen\u201c wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist eine Initiative des Landes Hessen, welches Kommunen des Landes vernetzt, in Konzeptionen und Begleitung unterst\u00fctzt sowie zu 90% f\u00fcr die jeweiligen Ma\u00dfnahmen unterst\u00fctzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Im September haben sich hier bereits 201 von 437 hessischen Kommunen vereinigt. Hadamar ist nicht dabei.<\/p>\n\n\n\n<p>Die B\u00dcNDNISGR\u00dcNEN wollen ab dem Fr\u00fchjahr mit aktiver Arbeit erreichen, dass Hadamar die Klimaschutzcharta des Landes unterzeichnet, eine IST-Analyse durchf\u00fchrt, eine ToDo Liste erstellt, eine Priorisierung vorgenommen wird und die Punkte Zug um Zug abgearbeitet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei sollen alle B\u00fcrger*innen auch wirtschaftlich von dieser Entwicklung profitieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Begleitung durch die Kreisklimaschutzbeauftragte ist m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p>Ziel ist die Klimaneutralit\u00e4t von Hadamar.<\/p>\n\n\n\n<p>Fazit von Prof. Meilinger:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDen Klimawandel gibt es!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt einen Einfluss nat\u00fcrlicher Faktoren.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese sind aber nicht f\u00fcr die sich anbahnende Krise verantwortlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Verantwortlich ist der Mensch, mit seinem Handeln auf diesem Planeten.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei Ignoranz wird in einem \u00fcberschaubaren Zeitraum Temperaturen geben, die es auf diesem Planten noch nie gegeben hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Und schon heute haben wir sog. Feedbackeffekte angesto\u00dfen, die unumkehrlich sind. Folgen, die also durch unser aktuelles Verhalten verursacht werden.<\/p>\n\n\n\n<p>So ist bereits heute damit zu rechnen, dass wir in 30 Jahren nicht mehr nach Italien fahren m\u00fcssen um das hei\u00dfe, mediterane Klima zu erleben.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit allen Folgen f\u00fcr die Wasserspiegel, die Biodiversit\u00e4t und den gesundheitlichen Folgen f\u00fcr den Menschen.<\/p>\n\n\n\n<p>bs\/06112019<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Foto: Stefanie Meilinger) Einen Gast von hoher Qualit\u00e4t begr\u00fc\u00dften Christoph Speier im Namen der B\u00dcNDNISGR\u00dcNEN am 05.11.2019 im Hadamarer Rathauscafe. Der Klimawandel ist in aller Munde. 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